24. Kuratoriumssitzung des Nationalparks Hohe Tauern Kärnten: Aktuelle Projekte und strategische Themen im Fokus
Das Kuratorium des Nationalparks Hohe Tauern Kärnten trat am 17. Juni 2026 im BIOS Nationalparkzentrum Mallnitz zu seiner 24. Sitzung zusammen. Unter dem Vorsitz von Nationalpark-Referentin Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger wurde dabei über zentrale strategische und organisatorische Themen beraten.
Neben den formalen Beschlüssen wurde auch Bilanz über die vielfältigen Aktivitäten des vergangenen Jahres gezogen und über aktuelle Entwicklungen informiert. Im Mittelpunkt standen dabei der Schutz der einzigartigen Natur- und Kulturlandschaft sowie die Weiterentwicklung von Bildungs-, Forschungs- und Besucherangeboten.
Nationalpark Kristall Großglockner eröffnet Mitte Juli 2026
Zu den wesentlichen aktuellen Projekten zählt auch die umfassende Neugestaltung des Nationalpark Kristall Großglockner, der ehemaligen Wilhelm-Swarovski-Beobachtungswarte: Hier kommt es zur Modernisierung der bestehenden Ausstellung und zur Weiterentwicklung in einen zeitgemäßen Vermittlungsraum. Das umgestaltete und moderne Besucherangebot wird es ermöglichen, in die Biodiversität des hochalpinen Raums einzutauchen und eigene Naturbeobachtungen anzustellen. Die Eröffnung des neugestalteten Nationalpark Kristall Großglockner ist für Mitte Juli 2026 geplant und stellt einen wichtigen Meilenstein in der Weiterentwicklung der Besucherinfrastruktur des Nationalparks dar.
Abfälle aus vergangenen Jahrzehnten: Gemeinsamer Arbeitseinsatz an der Pasterze
Einen weiteren Schwerpunkt im Jubiläumsjahr „40 Jahre Sonderschutzgebiet Gamsgrube und Pasterze“ bildet am 28. Juli 2026 eine gemeinsame Aktion des Nationalparks mit der Alpenvereinssektion Großkirchheim–Heiligenblut–Mörtschach im Bereich der Pasterze. Dabei werden jene Abfälle und Hinterlassenschaften entfernt, die durch den fortschreitenden Rückgang des Gletschers nach und nach sichtbar werden. Mit dieser Initiative setzt der Nationalpark ein sichtbares Zeichen für den Schutz und die Pflege dieser einzigartigen Hochgebirgslandschaft.
„Die im Kuratorium behandelten Projekte verdeutlichen die breite Aufgabenpalette des Nationalparks Hohe Tauern Kärnten – von Naturschutz und Forschung über Umweltbildung bis zur Weiterentwicklung von Besucherangeboten. Damit schaffen wir die Grundlage, die wertvolle Natur- und Kulturlandschaft langfristig zu bewahren und mit allen Sinnen erlebbar zu machen“, so Nationalparkdirektorin Barbara Pucker.
„Der Nationalpark Hohe Tauern Kärnten zeigt, wie wertvoll das Zusammenspiel von Schutz, Wissen und Erleben ist. Mit dem Nationalpark Kristall Großglockner entsteht ein zeitgemäßer Ort der Naturvermittlung, die Aktion an der Pasterze macht gelebte Verantwortung für unsere Hochgebirgslandschaft sichtbar. Genau das ist die Stärke des Nationalparks: Er schützt, verbindet und schafft Bewusstsein für kommende Generationen“, betont Nationalpark-Referentin Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger.