Krönender Abschluss einer besonderen Reise: Obervellach blickte auf ein vielfältiges Jahr als Nationalpark-Schwerpunktgemeinde 2026 zurück
Ein Jahr voller Naturerlebnisse, Bildungsangebote und Begegnungen wurde im Rahmen der Abschlussveranstaltung am 22. Oktober 2026 im Kultursaal Obervellach gefeiert: Zusammen mit der Nationalparkverwaltung Hohe Tauern Kärnten blickte die Gemeinde auf das vergangene Jahr als Schwerpunktgemeinde zurück. Für die musikalische Umrahmung des Abends sorgten die Kinder der Volks- und Mittelschule Obervellach.
Im Rahmen des Formats „Schwerpunktgemeinde“, das 2024 in Mörtschach seinen Auftakt feierte, nimmt die Nationalparkverwaltung jährlich eine Nationalparkgemeinde in den Fokus. Ziel der Initiative ist es, die Zusammenarbeit vor Ort zu stärken, regionale Akteur:innen einzubinden und die Nationalparkidee in der Bevölkerung lebendig zu halten.
Natur erleben und Zusammenarbeit stärken
Das abwechslungsreiche Jahresprogramm für Obervellach, das Naturerlebnis, Bildung und regionale Wertschöpfung gleichermaßen verband, wurde von Gemeindevertretung und Nationalparkverwaltung in enger Zusammenarbeit entwickelt. Geführte Sommertouren und persönlicher Austausch mit dem Kärntner Team des Nationalparks Hohe Tauern eröffneten Einheimischen und Gästen dabei neue Perspektiven auf die Natur des Schutzgebiets.
Im Rahmen der Abschlussveranstaltung wurde diese Vielfalt der Nationalparkarbeit ganz unmittelbar sichtbar: Denn die im Schwerpunktjahr bearbeiteten Themen reichten vom Wildtiermanagement über das Kulturlandschaftsprogramm bis zur Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen. Vorgestellt wurde auch das Förderprogramm zur Betreuung der Nationalparkinfrastruktur, in dessen Rahmen 64 km Wander- und Lehrwege in Obervellach serviciert werden. Dabei zeigte sich einmal mehr, wie eng Nationalpark und Gemeinde miteinander verbunden sind.
Umweltbildung von klein auf
Besonderen Stellenwert nahm die Zusammenarbeit mit Kindergarten und Nationalpark-Volksschule Obervellach im Schwerpunktjahr ein. In das vielfältige Bildungsprogramm eingebunden wurden aber auch die Schüler:innen der hiesigen Mittelschule: So erforschten die zweiten Klassen zusammen mit einem Ranger:innen-Team des Nationalparks die Bedeutung des Elements Wasser für Mensch und Natur. Unterstützt wird dieses Programm von der Swarovski Foundation, die im Rahmen der Wasserschule des Nationalparks Hohe Tauern unmittelbare Naturerlebnisse mit Wissen verbindet und zum verantwortungsvollen Umgang mit dieser wertvollen Ressource anregt. Kinder und Jugendliche entwickeln so ein Verständnis dafür, warum es sich lohnt, in den Schutz unserer Natur zu investieren.
„Facing Nature“: Kunst, Natur und Menschen im Dialog
Neue Perspektiven für die Zusammenarbeit eröffnet auch das geplante künstlerische Programm „Facing Nature“ in der Gemeinde Obervellach, für das der Nationalpark Hohe Tauern Kärnten seine Unterstützung zugesagt hat. Internationale Kunstschaffende sollen sich mit der Natur und den Menschen der Region auseinandersetzen. Der Nationalpark möchte dazu Wissen und Kontakte einbringen und den Austausch zwischen Kunst, Bevölkerung und Naturschutz stärken.
Gemeinsamer Wandertag als weiterer Höhepunkt
Ein letzter Höhepunkt des Jahres als Schwerpunktgemeinde ist allerdings noch ausständig: Am 26. Oktober geht es im Rahmen des Nationalparkwandertags auf den Zagutnig bei Obervellach. An der Seite des Ranger:innenteams des Nationalparks sind Interessierte herzlich dazu eingeladen, die alpine Landschaft mit allen Sinnen zu entdecken.
„Das Jahr als Nationalpark-Schwerpunktgemeinde hat eindrucksvoll gezeigt, wie viel wir gemeinsam bewegen können, wenn Gemeinde, Nationalpark, Bildungseinrichtungen und regionale Akteurinnen und Akteure an einem Strang ziehen. Besonders wichtig ist mir, dass bereits unsere Kinder und Jugendlichen die Natur vor ihrer Haustür erleben und verstehen lernen, wie wertvoll unser Natur- und Lebensraum ist. Ich freue mich, dass wir mit diesem Schwerpunktjahr nicht nur viele schöne Erlebnisse ermöglichen, sondern auch eine gute Grundlage für zukünftige gemeinsame Projekte schaffen konnten“, betont Bürgermeister Arnold Klammer.
Ein starkes Fundament für die gemeinsame Zukunft
„Das Schwerpunktjahr hat die Zusammenarbeit zwischen Obervellach und der Nationalparkverwaltung vertieft und neue Impulse für gemeinsame Vorhaben gesetzt. Die gewachsenen Kontakte und die Bildungsarbeit sind eine wertvolle Grundlage, um diese Verbindung auch in Zukunft weiter zu stärken“, betont Nationalparkdirektorin Barbara Pucker.